1775 bis 1779: Toilettenspülung mit Siphon, Hobelmaschine, Eisenbrücke und Spinning Mule

frühere Erfindungen

Toilettenspülung mit Siphon
Hobelmaschine
Eisenbrücke
Spinnmaschine „Spinning Mule“

Toilettenspülung mit Siphon – Erfinder: 1775 Alexander Cumming

In früheren Jahrhunderten stanken die europäischen Städte buchstäblich zum Himmel. Schuld waren das völlige Fehlen von Kanalisationen und Klospülungen. Das heutige Wasserklosett geht auf eine Erfindung des Engländers Alexander Cumming zurück. Cumming entwickelte 1775 eine Wasserspülung mit einem Siphon, der als Geruchsstopper diente. Die wirklich allererste Toilettenspülung wurde sogar schon 1596 erdacht, wurde von den Zeitgenossen aber nur milde belächelt. Letztlich dauerte es bis ins Jahr 1810, als die allererste Toilette nach Cummings Prinzip in Betrieb ging.

Hobelmaschine – Erfinder: 1776 Hatton

Auch bei den Werkzeugmaschinen brachte das 18. Jahrhundert erste Durchbrüche. Der englische Ingenieur Hatton konstruierte im Jahr 1776 eine Hobelmaschine. Diese arbeitete mit mehreren rotierende Schneiden und war damit effizienter als die bis dahin ausschließlich eingesetzten Handhobel. Die Hobelmaschine war ausschließlich zur Holzbearbeitung geeignet. Technische Details sind offenbar nicht historisch überliefert worden.

Eisenbrücke – Erbauer: 1779 Abraham Darby III.

In Mittelengland stand nicht nur einer der Wiegen der industriellen Revolution, hier wurde 1779 auch die allererste Eisenbrücke der Welt errichtet. Die tragende, rundbogenartige Konstruktion der „Iron Bridge“ besteht aus 482 gusseisernen Teilen und spannt sich über den Fluss Servern. Heute ist sie als wichtiges Kulturdenkmal geschützt und für den Verkehr gesperrt. Erbauer der Brücke war Abraham Darby III., das dritte Glied einer erfolgreichen und innovativen Unternehmerfamilie. Die Darbys (Großvater, Vater und Sohn) brachten die englische Eisenindustrie entscheidende Schritte voran.

Spinning Mule – Erfinder: 1779 Samuel Crompton

Die Spinnmaschine „Spinning Mule“ war technisch betrachtet keine völlige Neuerung, stellte aber dennoch einen gewaltigen Rationalisierungsschritt in der Textilindustrie dar. Die Erfindung des englischen Webers Samuel Crompton führte das Arbeitsprinzip der „Spinning Jenny“ fort – mit dem Unterschied, dass die Mule nicht Hundert, sondern bis zu Tausend Spindeln Garn aufziehen konnte. Dabei wurde sie nicht mehr, wie zuvor üblich, mit Muskelkraft, sondern meistens mit den neuartigen Dampfmaschinen jener Zeit angetrieben. Die Spinning Mule wurde von einem einzigen Textilarbeiter bedient.

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